SEIT 1906

02166 2172890

Ihr Projekt 2020!

Sprechen Sie uns an!

previous arrow
next arrow
Slider

WAS WIR MACHEN

  • Informationen zu Trinkwasser und dem Coronavirus finden Sie weiter unten!
  • Erstellung und Sanierung von Heizungsanlagen in Ein- und Mehrfamilienhäusern, Geschäftshäusern, Industriegebäuden und im kommunalen Bereich
  • Feuerungsanlagen als Niedertemperaturkessel, Brennwertkessel, Pellet- oder Festbrennstoffkessel
  • Solaranlagen
  • BHKW- und Mikrogasturbinenanlagen
  • Wärmepumpenanlagen
  • Wärmeübertragungssysteme als Kompaktheizkörperheizungen, Fußbodenheizungen, Deckenstrahlungsheizungen, Luftheizungen
  • Bauteilaktivierung
  • Rohrleitungsbau für Heizungs-, Dampf- und Kälteanlagen
  • Installation von Kältemaschinen
  • Trinkwassererwärmungsanlagen
  • Legionellenbeprobungen mit labortechnischer Untersuchung
  • Lüftungsanlagen für kontrollierte Wohnraumlüftung
  • Beseitigung von Rohrbrüchen im Heizungs- und Sanitärbereich
  • Erstellung von industriellen und kommunalen sanitären Anlagen
  • Kunden- und Notdienst für Öl- und Gasfeuerungsanlagen
  • Entwicklung moderner Energiekonzepte für Ein- und Mehrfamilienhäuser

COVID-19 – fachgerechte Außerbetriebnahme von Trinkwasser-Installationen

 
Die  restriktiven  Vorgaben  von  Bund  und  Ländern  zur  Eindämmung  der  Corona-Infektionen
haben  vielerorts  die  Schließung  oder  zumindest  starke  Nutzungs-Einschränkung  vieler
Einrichtungen, wie Schulen, Kindertagesstätten, Hotels und anderer gewerblich und öffentlich
genutzter Gebäude zur Folge. Der Corona-Virus ist zwar nicht über das Trinkwasser übertragbar,
bringt jedoch trotzdem eine indirekte Gefährdung des Trinkwassers mit sich.
Nicht-Nutzung von Trinkwasser-Installationen kann zu Vermehrung von Legionellen führen!
Es  ist  zu  beachten,  dass  mit  dem  Schließungsgebot  durch  die  Regierung  auch  der
bestimmungsgemäße Betrieb von Trinkwasser-Installationen nicht mehr gegeben ist. Der bei der
Planung zugrunde gelegte regelmäßige Austausch in den Wasserleitungen ist aufgrund einer
Betriebsunterbrechung  nicht  mehr  sichergestellt,  was  zu  Stagnationsbedingungen  führt  und
damit das Risiko mikrobieller Verkeimung mit Legionellen und anderen pathogenen Keimen im
Trinkwasser stark erhöht.
Was ist zu tun?
Nach  den  Vorgaben  der  Trinkwasserverordnung,  die  sich  ebenso  wie  die  erlassenen
Rechtsverordnungen  zum  Corona-Virus  auf  dem  Infektionsschutzgesetz  beruft,  ist  in
Trinkwasser-Installationen  der  bestimmungsgemäße  Betrieb  jederzeit  sicherzustellen.  Das
bedeutet, auch wenn sich keine Gäste, Besucher oder andere Nutzer im Gebäude aufhalten, die
Restaurantküche  kalt  bleibt  oder  im  Betrieb  kein  oder  nur  wenig  Wasser  fließt,  muss  eine
bestimmungsgemäße Nutzung simuliert werden, indem die Entnahmestellen spätestens alle 72
Stunden mindestens bis Erreichen der Temperaturkonstanz genutzt bzw. gespült werden, damit
das in den Leitungen befindliche Trinkwasser ausgetauscht wird.
Bei  Betriebsunterbrechungen  von  mehr  als  3  Tagen  sind  vorbeugende  und  nachsorgende
Maßnahmen zu organisieren, um einen technisch und hygienisch einwandfreien Zustand der
Trinkwasser-Installation sicherzustellen.
Nach den Vorgaben der a.a.R.d.T., die jüngst in der Tabelle 2 der neuen Richtlinie VDI 6023-
3/3810-2  konsolidiert  wurden,  kann  bei  Trinkwasser-Installationen,  welche  länger  als  72
Stunden  nicht  genutzt  werden,  zu  Beginn  der  Betriebsunterbrechung  die  jeweilige
Absperreinrichtung geschlossen werden.  
Sollen die Leitungen nicht abgesperrt und weiterhin gespült werden, kann es je nach geplanter
Dauer der Betriebsunterbrechung sinnvoll sein, die Trinkwassererwärmung abzuschalten. Wenn
die TWE abgestellt werden soll, muss diese dann jedoch auch kalt ausgespült werden, d.h. die
Warmwasserleitungen  sollten  nicht  erst  langsam  durch  den  für  Legionellen  günstigen
Temperatur-Bereich  abkühlen.  Die  Zirkulationspumpe  sollte  während  der  Spülmaßnahmen
trotzdem  in  Betrieb  bleiben,  um  auch  in  der  ansonsten  stagnierenden  Zirkulations-Leitung
ebenfalls  für  einen  Wasseraustausch  zu  sorgen.  Bei  Betriebsunterbrechungen  ab  4  Wochen
sollte  generell  die  Wasserversorgung  abgesperrt  und  die  Zirkulationspumpe  abgeschaltet
werden.
Bei Wieder-Inbetriebnahme nach spätestens 7 Tagen genügt es, das Wasser mindestens fünf
Minuten fließen zu lassen. Wichtig ist hierbei, mehrere Entnahmestellen gleichzeitig zu öffnen,
um für eine genügend starke Durchströmung der Verteilleitungen zu sorgen. Die Spülung wird
getrennt sowohl in der Kalt- als auch in der Warmwasserleitung durchgeführt.
Bei Wiederinbetriebnahme nach maximal 4 Wochen ist ein vollständiger Wasseraustausch an
allen Entnahmestellen durch Spülung mit Wasser nach DVGW-Arbeitsblatt 557 durchzuführen.  
Sollte  die  Unterbrechung  länger  als  einen  Monat  dauern,  sind  zusätzliche  mikrobiologische
Kontrolluntersuchungen  (allgemeine  Keimzahl)  und  Legionellen  durchzuführen,  und  zwar
sowohl in den Kalt- als auch in den Warmwasserleitungen. Es empfiehlt sich hier ein Umfang der
Beprobung analog einer orientierenden Untersuchung nach TrinkwV. Ist eine Stilllegung von
mehr als 6 Monaten abzusehen, ist sogar die Anschlussleitung durch das WVU abzutrennen und
zur Wiederinbetriebnahme gemäß DIN EN 806-4 vorzugehen.
 
Fazit:
Die Corona-Krise beutelt die gesamte Wirtschaft. Um den Schaden nicht noch zu verschlimmern,
und  bei  der  nächsten  Routine-Untersuchung  plötzlich  auch  noch  mit  Positiv-Befunden  auf
Legionellen  ein  böses  Erwachen  zu  erleben,  sollte  man  tunlichst  auf  regelmäßigen
Wasseraustausch in den betroffenen Wasserleitungen achten.
 

Impressum | Datenschutzerklärung

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.